Grundlagen

Typ-1-Diabetes verstehen

Was Typ-1-Diabetes ist, wie er sich zeigt und was die wichtigsten Werte bedeuten. Allgemeine Infos zum Einstieg, gerade für frisch Diagnostizierte und Angehörige.

Allgemeine Infos, keine ärztliche Beratung. Für die persönliche Therapie ist das Diabetesteam da.

Was ist Typ-1-Diabetes und wie unterscheidet er sich von Typ 2?

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung: Das eigene Immunsystem zerstört die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse, es entsteht ein absoluter Insulinmangel, und Insulin muss lebenslang zugeführt werden. Anders als Typ 2 hängt Typ 1 nicht mit Lebensstil oder Ernährung zusammen. Typ 1 beginnt oft rasch und in jungen Jahren, Typ 2 meist schleichend im Erwachsenenalter.

Welche ersten Anzeichen hat Typ-1-Diabetes?

Typisch sind starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und ungewollter Gewichtsverlust, oft innerhalb weniger Tage bis Wochen. Kommen tiefe Atmung, Bauchschmerzen oder ein süßlich riechender Atem dazu, kann das auf eine Übersäuerung (Ketoazidose) hindeuten, dann ist umgehend ärztliche Hilfe nötig.

Wie wird Typ-1-Diabetes festgestellt?

Grundlage sind Blutzuckerwerte und der Langzeitwert HbA1c. Bei Zweifeln über die Diabetesform werden Autoantikörper bestimmt, ein positiver Nachweis spricht für Typ 1. Ergänzend zeigt das C-Peptid, wie viel eigenes Insulin der Körper noch bildet. Welche Tests im Einzelfall sinnvoll sind, entscheidet das Diabetesteam.

Was ist die Honeymoon- oder Remissionsphase?

Kurz nach Beginn der Insulintherapie bilden die verbliebenen Zellen manchmal vorübergehend wieder etwas eigenes Insulin, sodass nur wenig oder zeitweise gar kein Insulin nötig ist. Diese Phase hält Monate bis wenige Jahre. Sie ist ein vorübergehender Zustand, keine Heilung.

Was sagt der HbA1c aus?

Der HbA1c bildet den durchschnittlichen Blutzucker der letzten etwa zwei bis drei Monate ab und gilt deshalb als Langzeit-Blutzuckerwert. Ab 6,5 Prozent (48 mmol/mol) spricht man von Diabetes. Der persönliche Zielwert wird immer individuell mit dem Diabetesteam festgelegt.

Was bedeutet Time in Range (TIR)?

Time in Range beschreibt, welcher Anteil der Glukosewerte im Zielbereich liegt, üblicherweise 70 bis 180 mg/dl (3,9 bis 10,0 mmol/l), meist gemessen mit einem CGM. Gegenüber dem HbA1c werden hier auch Schwankungen und Unterzuckerungen sichtbar. Als grobe Orientierung werden für viele Erwachsene über 70 Prozent genannt.

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